Patenverein bei der FF-Grießenbach 2016

Patenbitten: "Feuerwehr erwies sich als harte Nuss"

Postau/Grießenbach. Nicht zu groß, dafür gemütlich soll das Fest werden, das die Freiwillige Feuerwehr Grießenbach im kommenden Jahr von 17. Bis 19. Juni feiern will. Das sagte Vorsitzender Helmut Weber, nachdem die Nachbarfeuerwehr Postau endlich die erlösende Zusage gegeben hatte, dem Jubilar als Patenverein zur Seite zu stehen. „Ein Fest für den Ort“, ergänzte er Vorfreude versprühend und zeigte sich zuversichtlich, dass man zusammen mit Postau eine äußerst gelungene Feier auf die Beine stellen werde.

Eine steife Brise wehte den Bittenden bereits um die Nase, als sie am Feuerwehrhaus in Postau ankamen. Doch Wind und gefühlte Temperaturen um die Null Grad sollte nicht das einzige Problem des Vereins und seiner Mitglieder an diesem Abend bleiben. Da war das Zersägen eines Schlagbaumes zum Betreten des Geländes noch die einfachste Aufgabe. Als wesentlich kniffliger erwies sich da schon die Bewältigung eines Parcours, der mit einer Löschübung endete. Schließlich sollte Grießenbach als die wesentlich kleinere der beiden Gemeindewehren erst einmal unter Beweis stellen, dass sie überhaupt eine Feuerwehr ist. Trotz erschwerter Bedingungen – ein durchlöcherter Eimer als Wassertransporter, ein außergewöhnliches Löschfahrzeug und holpriger Anfahrtsweg – gelang es einer Delegation, das imaginär brennende Haus zu löschen. Festmutter Andrea Hartl und einige Festmädchen mussten sich währenddessen künstlerisch betätigen und zwei Wappen malen. Es gelang vorzüglich.

Anschließend gab es eine Quizrunde, in welcher einige Mitglieder mit detailliertem Wissen über ihre Heimatgemeinde punkten konnten. Sie wusste etwa, wie viele Straßenlaternen die Landshuter Straße säumen (13) und konnten auch fast genau beantworten, seit wann die Adelsfamilie der Grießenbecks im Ort ansässig ist (1124).

Große Lücken dagegen taten sich beim Wissen um die eigene Vereinsgeschichte auf, die zum Teil nur dank des Ehrenvorsitzenden und Schirmherrn Max Linbrunner gefüllt werden konnten. Die anschließenden Aufgaben im Gasthaus Angstl ließen sich immerhin bei angenehmeren Temperaturen und nach einer kulinarischen Stärkung erledigen, hatten es aber nicht minder in sich. Die Burger, die einige Vereinsmitglieder auf Geheiß der Feuerwehr Postau zusammenstellen mussten, wirkten zwar zunächst äußerst Wohlschmeckend, sollten sich aber als wenig bekömmlich erweisen.

Den größten Leidensdruck verspürten die Grießenbacher aber sicherlich beim Scheitelknien. Dieses Leiden zu beenden gelang erst Schirmherrn Max Linbrunner, der die Postauer mit eindringlichen Worten daran erinnerte, dass die Grießenbacher ihrerseits beim Fest 2003 als Patenverein fungierten und Postau nun in der Pflicht stehe. Da musste sich Postau geschlagen geben, und schneller als erwartet gab die Vorstandschaft um Vorsitzenden Martin Kerscher ihre Zusage. 

Von Sonja Kirchensteiner, Landshuter Zeitung

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Am 24.04.2016 traf sich die Postaurer Feuerwehr zum Fototermin für die Fahnenweihe:

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Terminplan der FF Postau zum Gründungsfest der Feuerwehr Grießenbach
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